Handlungsbedarf

Die heutige Gesellschaft ist in hohem Maße von der Versorgung mit elektrischer Energie abhängig. Schon kurzfristige Stromausfälle haben erhebliche Auswirkungen auf unserern Alltag und unsere Volkswirtschaft. Wesentliche Handlungsfelder für die Zuverlässigkeit des Stromsystems im Zuge der Energiewende sind:

  • Versorgungssicherheit: Ausreichende Bereitstellung gesicherter Leistung auch bei einem hohen Anteil volatiler Erzeugungstechnologien.
  • Flexibilisierung: Nutzung vorhandener Flexibilisierungsoptionen, vor allem Ausbau und Verstärkung der Stromnetze im Übertragungs- und Verteilnetz.
  • Systemstabilität: Erneuerbare-Energien-Anlagen, Speicher und weitere alternative Erbringer von Systemdienstleistungen können und müssen mehr Verantwortung im Stromsystem übernehmen.

Der steigende Anteil erneuerbarer Energien am Stromerzeugungsmix führt nicht nur zu einem erheblichen Netzausbaubedarf auf allen Spannungsebenen, sondern auch zu einem Weiterentwicklungsbedarf von Technologien, Prozessen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für den sicheren und stabilen Systembetrieb.

Die Art und der Umfang der Systemdienstleistungsprodukte werden sich in Zukunft verändern müssen. Im Hinblick auf den zeitlichen Vorlauf zur Umsetzung solcher Lösungen und die gesetzten Ziele zum weiteren zügigen Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien sind frühzeitig die notwendigen Voraussetzungen zu schaffen, um wirtschaftlich sinnvolle technische Alternativen zur Erbringung von Systemdienstleistungsprodukten nutzen zu können.

Auf Basis der Studie Systemdienstleistungen 2030 hat die dena gemeinsam mit Partnern eine Roadmap erarbeitet. Darin sind die wesentlichen Schritte und Handlungsketten definiert, die notwendig sind, um die im Jahr 2030 benötigten Systemdienstleistungen sicherzustellen.