Was sind Systemdienstleistungen?

Für eine sichere und zuverlässige Stromversorgung ergreifen Stromnetzbetreiber fortlaufend Maßnahmen, um die Frequenz, die Spannung und die Leitungsbelastungen im Netz innerhalb zulässiger Grenzwerte zu halten oder um sie nach Störungen wieder in den Normalbereich zu führen. Diese Maßnahmen werden als Systemdienstleistungen bezeichnet. Die dazu notwendigen Produkte werden überwiegend aus Erzeugungsanlagen oder aus anderen technischen Anlagen bereitgestellt.

Die Energiewende bewirkt eine grundlegende Veränderung der Stromversorgung in Deutschland. Erneuerbare Energiequellen wie Sonne und Wind werden erschlossen, während die Marktanteile konventioneller, steuerbarer Kraftwerke immer weiter zurückgehen. Daraus folgt ein hoher Ausbau- und Innovationsbedarf der Stromnetze. Insbesondere ändern sich die Anforderungen, aber auch die Möglichkeiten zur Erbringung der für einen stabilen Betrieb notwendigen Systemdienstleistungen.

Spezielle Anforderungen an Erneuerbare-Energien-Erzeuger

Wurden Systemdienstleistungsprodukte bislang primär von konventionellen Kraftwerken erbracht, stehen künftig die Erzeuger erneuerbarer Energien stärker in der Pflicht, einen Beitrag zur Netzstabilität zu leisten. Dies ist zum einen mit Herausforderungen verbunden, ermöglicht auf der anderen Seite jedoch auch die Erschließung neuer Geschäftsfelder durch Innovationen.

Um sicherzustellen, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien mit der Weiterentwicklung der Systemdienstleistungen einhergeht, gilt es, bereits heute die geeigneten Grundlagen zu schaffen.

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